Alles fing damit an, dass ich mit 11 Jahren meine ersten Schlangen halten durfte, eine kleine Gruppe Gebänderte Wassernattern  (Nerodia fasciata 1.2). Dann ging alles Schlag auf Schlag und mein Schlafzimmer verwandelte sich mit den Jahren in einen „Terrarienraum mit Bett“.

Nachdem ich mehr als 10 verschiedene Schlangenarten gepflegt und erfolgreich nachgezüchtet habe, beschloss ich, mich auf eine einzige Reptilienart zu spezialisieren.  „Leider“ ohne Erfolg...
Ich kann mich einfach nicht auf eine bestimmte Art beschränken, sind doch alle unglaubliche Geschöpfe, welche mich immer wieder auf‘s Neue faszinieren! 

Mittlerweile studiere ich im 7. Semester Tiermedizin auf der Veterinärmedizinischen Universität in Wien. Neben meinem Studium bin ich 4 Jahre lang für eine Reptilien- und Amphibienabteilung in einem größeren Zoofachhandel in Wien zuständig gewesen, wo ich meinen Kunden hoffentlich einiges an Wissen mit auf den Weg gebe konnte. 
Seit Oktober 2018 arbeite ich begleitend zu meinem Studium als studentischer Mitarbeiter an der Vetmeduni Vienna (Abteilung Vögel und Reptilien).
Als Kind versuchte ich in verschiedenen Foren Informationen über das Verhalten diverser Reptilienarten zu erlangen. Ich habe damals so manch unaufgehaltene Antwort bekommen wie; „Suchst du was zum Kuscheln, dann kauf dir einen Hamster!!“  

Dazu kann ich nur sagen, dass sie die Tiere vielleicht züchten, aber ihr Wesen haben sie doch nicht verstanden! Meine Tiere kommen nicht schwanzwedelnd auf mich zu wie meine Hunde, oder streifen schnurrend um meine Beine, wie mein Kater es tut, doch bin ich überzeugt, dass es auch Reptilien gibt, die eine gewisse Bindung zu ihrem Halter aufbauen! - Die einen mehr, die andern weniger...
Mittlerweile weiß ich, dass es noch viele Menschen gibt, die so denken wie ich und sich die Frage stellen, mit welchem Recht wir diesen Exoten jegliche Gefühle absprechen! In meiner Freizeit nehme ich regelmäßig an wissenschaftlichen Seminaren und Fortbildungen teil und versuche mein Wissen in diesem Bereich stets auszubauen und an andere weiterzugeben. Vor allem der jungen Generation versuche ich die Angst vor diesen Tieren zu nehmen, und sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen, bevor sie ein Urteil abliefern.